>> Tag 3 - und immer noch Denver, CO

Published by on 2010-09-16 02:14:37

Good morning, Denver, again and again again.

Endlich besser geschlafen, das mag aber auch an dem $99 Hotel liegen. Ausgecheckt und einen Frühstückscoupon an der Hotellobby erworben. Auf zum Buffet, sieht sehr amerikanisch aus. Gang 1: Rührei mit Käse(!!!), Würstchen und Burger (nur das Fleisch natürlich). Gang 2: Oatmeal mit nonfat blueberry yogurt und Obst, hauptsächlich Melone. Bei dem starken Süßstoffgeschmack des Joghurts stehen mir die Haare zu Berge, aber der Appetit setzt sich durch. Gang 3: Pan cakes aus der pan cake machine mit heißem Sirup. Gang 4: Toast mit Marmelade. Dazu Kaffee und cranberry juice (welcher so künstlich und süß war, dass ich diverse Farben gesehen habe). Das Frühstück hat auch den ganzen Tag gereicht.

Auf nach Aurora, CO zu Bicycle Village. Diesmal bin ich kein YETI cycles Fanboy, sondern ich möchte mein Mountainbike fitmachen. Um die Ecke ist auch gleich der Cherry Creek State Park für die Einführungsrunde.
Auf dem Parkplatz vor Bicycle Village das Mountainbike zusammengeschraubt. Auf den ersten Blick keine Beschädigung.
Also in den Fahrradladen und ein paar Radklamotten gekauft, keine Lust auf Biken in Jeans. Außerdem möchte ich endlich aus dem Hemd raus, was ich seit 3 Tagen trage...

Ab in den State Park, $8 Eintritt. Dafür ist es dann aber auch gepflegt. Vielleicht ein wenig zu sehr, teilweise wirkt das ganze wie Disneyland. Ersatzschlauch und Pumpe im Auto gelassen, ein fataler Fehler, wie sich später heraussstellen wird.

Also ein wenig Straße, paved road und double und single track gefahren. Auf dem double track überhole ich eine Schulklasse beim Sportjoggen. Das Wetter ist fein, wie im Hochsommer in Deutschland: 30°C, gerade noch angenehm zum Fahren. Was in Deutschland die Kaninchen sind, sind hier wohl die frettchenähnlichen Tiere: knabbern in Horden am Wegesrand ihre Nahrung und lassen sich von Bikern nicht wirklich beeindrucken und verscheuchen. Dann habe ich noch Pelikane im Wasser gesehen und mich königlich gefreut, endlich Urlaubsfeeling.

Gleich nach den ersten Metern habe ich übrigens festgestellt, dass die hintere Bremsscheibe einen ordentlichen Schlag abbekommen hat durch den Flug und verbogen ist. Fahren geht aber.

Die Hälfte der 20 Meilen-Runde habe ich hinter mir, da wird das Hinterrad schwammig: Platten! Na toll, also hike a bike zurück zum Auto. Knapp 90 Minuten später geschafft und das Bike am Auto begutachtet: Öl der Federgabel ausgelaufen. Vielleicht nur durch den Flug einmalig?
Ich muss eh zum Fahrradladen zurück.

Shimano Bremsscheiben haben sie hier leider nicht, nur Avid. Aber der Mechaniker hat einen Zentrierer für Bremsscheiben und bessert mir die Scheibe aus. Fast kein Schleifen mehr, zur Not geht das, falls ich keine Scheibe bekomme, Problem 1 erstmal ausreichend gelöst.
Problem 2, der Platten: der Mechaniker pumpt den Hinterreifen schnell mit einem Kompressor auf und holt das Übel aus dem Reifen: ein Goathead (Bild)! Der Mechaniker meinte, dass diese Dinger aber nur westlich der Rocky Mountains anzutreffen sind, nicht also im bevorzugten Bikegebiet also und dass damit ein normaler Schlauch reicht. Hier gibt es schwere, thorn resistent tubes, braucht man wohl auch bei solchen brutalen Dornen!
Problem 3: Federgabel. Das Problem ist heftiger. Geplatzte Dichtungen, meint der Mechaniker. Er hat leider keine Fox-Ersatzteile hier. Gibt mir aber noch eine Adresse in Fruita, CO.

Auf zum Flughafen, hoffentlich ist das Gepäck da, ansonsten weiß ich bald nicht mehr, wohin mit meinen ganzen Problemen.
Diesmal steht ein Reisegruppe Franzosen am Baggage Claim Serviceschalter. Nach knapp 90 Minuten, bin ich dann an der Reihe und bekomme endlich mein Gepäck ausgehändigt. Ich war noch nie so glücklich, meinen Duffelback wiederzusehen.

Auf dem Weg zum Motel noch schnell vollgetankt: 10 Gallons, die Hälfte des Tanks. Ab ins Bett, morgen geht es mindestens bis Fruita, CO, wenn nicht sogar bis Salt Lake City.

Im Motel das Macbook Pro angeschmissen: Mist! Kein Bild und nur Piepen! Das fehlt mir noch, ein defektes MBP wäre jetzt eine Nummer zu heftig. Dabei war das Buch doch nur im Rucksack im Auto. Also Akku raus und ein wenig warten. Ohne Akku läuft es jedenfalls, das reicht mir erstmal. Good Night, Denver.

Categorised as: 2010, Southwest USA

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