AT&T-Chef: UMTS-iPhone im Jahr 2008

Ohne Worte von heise.

Die Vorratsdatenspeicherung brauchen wir nuuuur wegen der Terroristen.

Naja. Und vielleicht Kinderschänder.

Und Mörder.

Und… Raubkopierer. Jaja, Raubkopierer, diese unmenschlichen Verbrecher.

Man hätte ja annehmen können, dass sie mit solchen Vorstößen wie bei der Maut wenigstens sowas wie eine “wir-verkaufen-den-Bürger-nicht-für-total-bescheuert”-Frist von 12 Monaten bis NACH Schaffung der gesetzlichen und technischen Grundlagen abwarten, aber nein, warum – man kann ja auch sofort:

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar und der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco wollen den Bundesrat von einer Entschließung abbringen, wonach Rechteinhabern Zugriff auf die künftig verdachtsunabhängig vorzuhaltenden Vorratsdaten von Telefon- und Internet-Verbindungen gegeben werden soll

Das ist geradezu geschmacklos. Was glauben die da oben eigentlich, wer sie sind?

Also, um das kurz zu erläutern: es geht darum, dass demnächst Virgin oder Bertelsmann oder EMI/Ariola oder sonstwer behaupten könnte, “der Michael Hinterburgner [Name von der Redaktion geändert] hat Filme runtergeladen, ‘Almglühen in der Lederbuchs’ und ‘Zwei Klöten für Charlie’, und das wollen wir beweisen mit den Daten”.

Die könnten SOGAR auf die Idee kommen, einfach mal “Rasterfahndungen” nach Downloadern zu machen. Pirate Bay? Soso, Pirate Bay…

PS: richtig, Rasterfahndungen sind zur Zeit rechtlich nicht drin. Aber diese Vorratshaltung SÄMTLICHER Daten ist das auch nicht. Wozu sammeln, wenn man sie dann nicht benutzt? Ist doch alles nur für eine schönere Welt!